Eberdingen: Ausbau der Hemminger Straße in Hochdorf sträflich vernachlässigt

Die Rundreise durch meinen Wahlkreis führte mich vor kurzem in die Dreiergemeinde Eberdingen. Dabei wurde ich von Kreis- und Stadträtin Helga Eberle begleitet. Bürgermeister Peter Schäfer nahm sich ausführlich Zeit, uns auf den aktuellen Stand der örtlichen Themen zu bringen. Als ehemaliger FDP Ortsverbandsvorsitzender kenne ich Nußdorf, Hochdorf und Eberdingen von früheren Ortsbegehungen und vielen Vor-Ort-Terminen.

 

„Eberdingen geht es gut“, begann Bürgermeister Schäfer, „die Gemeinde ist schuldenfrei, der Zuzug ist zufriedenstellend.“ Die Renovierungsplanung für das Keltenmuseum entwickelt sich; der Verpflichtung, Baugebiete zu erschließen und bezahlbaren Wohnungen zu errichten, sei man nachgekommen; an der Erweiterung des Gewerbegebiets im Bestand bleibe man dran.

 

Bürgermeister Schäfer machte jedoch seine Verärgerung sehr deutlich, dass das Land BW den Ausbau der Hemminger Straße sträflich vernachlässige. Hier handelt es sich um 500 m Landesstraße am Ortsausgang von Hochdorf, die über keinen Gehweg und keine Beleuchtung verfügt und sehr gefährlich für Fußgänger, Radfahrer sowie für Autofahrer ist. Die Gemeinde sei dadurch auch im Ausbau von Versorgungsleitungen behindert worden. Ich bin auch Mitglied im FDP Landesauschuss Verkehr und Infrastruktur und nehme das dringliche Anliegen dorthin mit.

 

Dann kam ich auf die Schaffung von Wohnraum zu sprechen, der insbesondere für jüngere und einkommensschwache Einwohner bezahlbar ist. Bürgermeister Schäfer berichtete, dass sich die Kommune mit Hilfe des Landeswohnungsbauprogramms für die städtebauliche Erneuerung, besonders für die Sanierung alter Gebäude einsetzt. In Nußdorf soll ein Neubaugebiet mit Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern entstehen. Mieter der geförderten Wohnungen können Personen mit Wohnungsberechtigungsschein werden.

 

„Wie ist der aktuelle Stand der Hochwasserschutzplanungen im Strudelbachtal?“ wollte ich dann wissen. Nach einem über 20 Jahre währenden „komplexen Vorgang“ soll mit dem 9 m hohen Dammbauwerk begonnen werden, war die Antwort.

 

Nach einer weiteren lebhaften Diskussion über die Digitalisierung der Schulen, über Voraussetzungen und Förderprogramme, endete das interessante Gespräch. Helga Eberle und ich waren mit Bürgermeister Schäfer einig: “Bei der Ausstattung mit Endgeräten sowie bei der Fortbildung und dem Ausbau des Personals müssen die Folgekosten für die Gemeinde immer genau mitbetrachtet werden.“