Investitionen für die Zukunft

Dr. Florian Rentsch und Roland Zitzmann bei Tomaten-Hagdorn

 

Fährt man von der B 10 nach Hochdorf, fallen links die großen Gewächshäuser der Familie Hagdorn auf, die den FDP Fraktionsvorsitzenden im hessischen Landtag, Dr. Florian Rentsch und den FDP Landtagskandidaten Roland Zitzmann eingeladen hatte. Zur großen Gruppe der Interessenten gehörten die Vaihinger Stadträte Friedrich Wahl und Helga Eberle sowie Rechtsanwalt Uli Eberle. Sie fanden einen Familienbetrieb im besten Sinne vor: junge Eltern, fünf kleine Kinder, Großeltern und Mitarbeiter.

 

Heiko Hagdorn stellt seinen Betrieb vor: Die Energie wird von Nachbar Rüdiger Beck produziert. Über ein ausgeklügeltes System umweltschonender Energieversorgung mit einem Blockheizwerk ist Tomaten- Hagdorn autark, d.h. unabhängig von schwankenden Preisen. Heiko Hagdorn hat nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung und Gärtnerlehre eine Erweiterung der elterlichen Landwirtschaft gesucht, dann eine weitere Ausbildung in Holland absolviert und nach einer schwierigen Standortsuche 2009 den Tomaten-Anbau in Hochdorf realisiert. Eine stabile Vermarktung konnte er mit der Edeka-Marke „Unsere Heimat – echt und gut und mit Direktvermarktung erreichen. Er bietet 4 feste Artikel von März bis Dezember mit zuverlässiger Qualität und stabilen Preisen an. Für einen geplanten Erweiterungsbau, in dem er Tomaten auch im Winter produzieren kann, musste er für die einzelnen Fachbereiche des Landratsamtes viele Auflagen erfüllen und kostspielige Gutachten erstellen.

 

„Woher kommt dieser Widerstand?“ aus dieser Frage von Florian Rentsch entwickelte sich eine heftige politische Diskussion. Die Kommunalpolitiker berichteten von der „regionalen Grünzug-Verordnung“, nach der im Landkreis Ludwigsburg in Zukunft keine Gärtnereibetriebe mehr genehmigt werden sollen. „Wie geht der Staat mit investitionswilligen Unternehmern um?“ fragte Roland Zitzmann. Unter allgemeiner Zustimmung erklärte er: „Das Land bzw. der Landkreis muss die wirtschaftliche Entwicklung der Betrieb ermöglichen und nicht durch Verordnungen verhindern.“ Eine dringend notwendige Verschlankung der Bürokratie wird die FDP weiterhin mit allen Möglichkeiten fordern. Damit der Betriebsleiter es nicht mit vielen einzelnen Behörden zu tun hat, soll eine Person in der Verwaltung das Verfahren der verschiedenen Abteilungen koordinieren, wie Naturschutz, Brandschutz, Emissionsschutz, Landschaftsschutz usw. „Der Unternehmer darf nicht zum Bittsteller werden!“ so Zitzmann.

 

Für das Personal, ca. 35 Mitarbeiter, ist Karin Hagdorn zuständig. Das sind für die Pflege und das Pflücken der Tomaten v.a. Saisonarbeiter, türkische Frauen und auch Flüchtlinge. Für Karin Hagdorn ist nicht der Mindestlohn das Problem (mit Bonus kommen die Mitarbeiter darüber), sie wünscht sich flexible Arbeitszeiten, die eben bei der saisonal anfallenden Arbeit nötig sind. Für die vielen Behördengänge, die erforderlich sind bis ein Flüchtling bei ihnen arbeiten darf und die komplizierten Berechnungen von Unterhalt, der vom Lohn abgezogen wird, braucht es schon viel guten Willen von Seiten des Arbeitgebers. Dies kommentierte FDP Politiker Florian Rentsch: „Wir haben zu viel Verwaltung, zu viele Behörden, zu viele Bundesländer. Auch die Arbeitsstättenverordnung von Arbeitsministerin Nahles (SPD), nach der es z.B. nur Toiletten mit Tageslicht geben darf, macht dem Mittelstand das Leben schwer. Standards müssen zurückgedreht werden, damit das Verhältnis von Ökonomie und Ökologie wieder stimmt.“

 

 

Beim eindrucksvollen Rundgang des Unterglasbetriebes in Schutzkleidung erfuhren die Gäste, dass die Pflanzen auf Substrat mit einer Nährlösung wachsen und von Hummeln bestäubt werden. Von den 100.000 Pflanzen muss jede Woche jede Pflanze gepflegt werden, in Vollreife werden die Tomaten gepflückt und mit moderner Technik verpackt. Roland Zitzmann war voller Lob: „Wir sehen hier einen innovativen mittelständischen Familienbetrieb, der aus eigener Kraft und mit hohem Einsatz in die Zukunft gebaut und investiert hat“.                     

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