Freies Parken am Vaihinger Bahnhof

Freies Parken am Vaihinger Bahnhof
 
(dh) Die Einführung von Parkgebühren steht aus Gründen der Überlastung der vorhandenen Parkflächen und der dadurch entstehenden Beeinträchtigung von Anwohnern und Landwirten wieder auf der Agenda im Vaihinger Rathaus. „Aufstockung des Parkhauses mit Zuschüssen vom Land BW, die nur bei Parkraumbewirtschaftung gewährt werden“, so lautet die einfache Schlussfolgerung. Die Vaihinger FDP ist nach wie vor aus verkehrspolitischen Gesichtspunkten sowie aus Gründen des Umweltschutzes gegen diese zu einfache Lösung. Wird der Bahnhof wegen der dadurch entstehenden Parkgebühren weniger genutzt und geht die Auslastung der Züge zurück, werden als Folge gute Verbindungen gefährdet. Niemand möchte auch wohl als Ausweichlösung noch mehr PKWs auf den Straßen. Vaihingen würde außerdem den großen Standortvorteil gefährden, den die Stadt durch den hochfrequentierten Bahnhof gewonnen hat; der Stadtteil Kleinglattbach konnte sich auch dadurch sprunghaft entwickeln.
Die Vaihinger Freien Demokraten entwickelten nach Ortsbegehungen und Recherchen im vergangenen Jahr ein schlüssiges Konzept – z.B. Ausbau von weiteren städtischen Flächen am Bahnhof statt Aufstockung des Parkhauses oder eine enge Parkraumkontrolle über Parkscheiben. Dieses wurde leider in der Untersuchung des von der Stadt beauftragten Institutes nicht berücksichtigt.
Um sich ein Stimmungsbild unter den Reisenden zu verschaffen, ging kürzlich der 1. Vorsitzende des FDP Ortsverbandes Vaihingen-Stromberg Roland Zitzmann mit einer Umfrage zur geplanten Gebührenerhebung an die Gleise. Die Antworten der Reisenden, die berufliche Pendler sind, drehten sich wie erwartet um die eigenen Kosten. Bei einigen, die wenig fahren oder nur zum Abholen kommen, war die Toleranz zur Einführung von Gebühren größer: „1 € pro Tag“ wurde genannt. Den Euro rechneten die Pendler auf 20 Tage im Monat bei 11 Monaten schnell auf 220 € hoch, die zu ihrer Fahrkarte und Benzin dazukämen. Und „Wenn ich zahlen muss, dann will ich auch meinen garantierten Parkplatz“, hörte Zitzmann öfter. Und diese Garantie wird wohl niemand abgeben können.

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